Landkreis Neustadt a.d. Waldnaab Landkreis Neustadt a.d. Waldnaab
Slogan

Informationen zum Thema Impfen

Impfen allgemein

Impfungen zählen zu den wichtigsten medizinischen Präventionsmaßnahmen überhaupt. Mit der Entwicklung der breiten Palette an Impfungstoffen ist es gelungen, ein wichtiges Angebot zum Schutz vor vielen Infektionskrankheiten zu etablieren und damit einen wertvollen Beitrag zum Gesundheitsschutz der Bevölkerung zu leisten.

Die wesentlichen Fakten zum Thema "Impfen" haben wir weiter unten zusammengefasst. Ansonsten beschränken wir uns aufgrund der Vielzahl ausgezeichneter Informationen im Internet darauf, die wichtigsten Links aufzuführen.

Bei 

  • allgemeinen Fragen rund um das Thema Impfen,
  • Fragen zu Ihrem persönlichen Impfschutz und
  • Fragen zum persönlichen Impfschutz auf Reisen

können Sie sich unter der Rufnummer 09602-79-6210 gern telefonisch an uns wenden oder einen Termin für ein persönliches Gespräch vereinbaren.

Impfbuchkontrollen

Das Gesundheitsamt überprüft bei der Einschulungsuntersuchung sowie bei allen Schülern der 6. Klassen den Impfschutz. Die Sorgeberechtigten sind gesetzlich dazu verpflichtet, dem Gesundheitsamt die Impfausweise der Kinder vorzulegen (Artikel 14 Abs. 5 GDVG). 

Fakten zum Thema Impfen

  1. Impfungen gehören zu den wirksamsten medizinischen Präventionsmaßnahmen. Der Nutzen wird aber oft unterschätzt, Impfungen daher leicht vergessen.
    Viele Infektionskrankheiten stellen hierzulande inzwischen eine Rarität dar, die medizinische Tragweite einer möglichen Erkrankung ist Vielen nicht (mehr) bewusst.
    „Hätte ich mich mal impfen lassen“ ist eine mitunter tragische Erkenntnis!

  2. Der Nutzen von Impfungen liegt auf der Hand
    • Wer geimpft ist, erkrankt normalerweise nicht.
    • Wer geimpft ist, braucht normalerweise keine Angst davor zu haben, sich anzustecken und zu erkranken. Voraussetzung für einen unbeschwerten Urlaub (Hepatitis A, Typhus, Masern) oder unbeschwerten Freizeitspaß (FSME, Tetanus).
    • Wer geimpft ist und dadurch nicht erkrankt, kann normalerweise auch andere nicht anstecken (bei Masern z.B. diejenigen, die noch nicht geimpft werden können (Säuglinge) oder Personen mit medizinischen Gegenanzeigen gegen eine Masernimpfung).
    Außerdem tragen Impfungen dazu bei, dass bei besonders ansteckenden Krankheiten eine unkontrollierbare Ausbreitung vermieden werden kann.

  3. Moderne Impfstoffe sind gut verträglich. Impfstoff-Kombinationen tragen dazu bei, die Zahl der Injektionen zu reduzieren. Impfungen führen - wenn überhaupt – meist nur zu leichteren Beschwerden, etwa Rötungen und Schwellungen an der Einstichstelle. Schwerwiegende Komplikationen stellen eine Rarität dar. Der schützende Effekt überwiegt bei Weitem.Die heutige Impfstoffsicherheit wird unter anderem gewährleistet durch
    • umfangreiche Studien bei der Entwicklung von Impfstoffen
    • standardisierte Prozesse bei der Impfstoffherstellung
    • strenge Regelungen bei der behördlichen Zulassung von Impfstoffen, in die nationale und internationale Stellen eingebunden sind. 

  4. Grundsätzlich gilt: je früher ein Kind vollständig geimpft ist, desto eher ist es geschütztDer Aufbau eines Impfschutzes beginnt üblicherweise kurz nach der Geburt. Zu dieser Zeit besteht eine besondere Anfälligkeit für Infektionen. Außerdem bedeuten die engen Kontakte kleiner Kinder untereinander erhöhte Infektionsgefahren.

  5. Der „Impfkalender“ ist der Fahrplan für anstehende Impfungen. Versäumte Impfungen können meist aber auch zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden.5. Impfschutz = Basisschutz („Grundimmunisierung“) + Auffrischungen.

  6. Die meisten Impfungen müssen im Laufe des Lebens aufgefrischt werden.Die Grippeschutzimpfung erfolgt grundsätzlich jährlich mit einem aktuellen Impfstoff, der an die sich ständig ändernden Influenzaviren angepasst ist.

  7. Die Impfung – Ergebnis einer individuellen Abwägung
    Nicht alle Impfungen sind für alle Personen erforderlich, da sich Infektionsrisiken von Mensch zu Mensch unterscheiden. Alter, Gesundheitszustand, Beruf, Freizeit- und Reisegewohnheiten spielen eine Rolle und müssen in die Abwägung mit einfließen. Die Entscheidung für (oder auch gegen) eine Impfung sollte daher stets individuell und gemeinsam mit dem behandelnden Arzt bzw. mit dem Betriebsarzt entwickelt werden.

  8. Trotz Verbesserung des Impfschutzes der Bevölkerung in den vergangenen Jahren bestehen weiterhin erhebliche Impflücken.Die Impfbuchkontrollen des Gesundheitsamtes bei der Einschulungsuntersuchung machen den Trend steigender Durchimpfungsraten deutlich. Hingegen unterstreichen die Ergebnisse der Impfbuchkontrollen in den 6. Klassen, dass die Annahme erheblicher Impflücken in der restlichen Bevölkerung gerechtfertigt ist.

  9. Aktivitäten des Gesundheitsamtes zur Verbesserung des Impfschutzes der Bevölkerung
    • Bereitstellung von Informationen für die Bevölkerung (Internet, Medien). Ziel ist die Verdeutlichung des Nutzens von Impfungen.
    • persönliche Impfberatung für Bürgerinnen und Bürger einschließlich Reise-Impfberatung.
    • Beteiligung bei bzw. Durchführung von Aktionen zur Impfaufklärung.
    • Impfbuchkontrollen bei Kindergartenkindern vor der Einschulung und in der 6. Klasse; „Impf-Recall“ (Nachverfolgung, ob aufgefundene Impflücken tatsächlich geschlossen werden).
Alle aufklappen

Letzte Aktualisierung: 24.07.2017