Landkreis Neustadt a.d. Waldnaab Landkreis Neustadt a.d. Waldnaab
Slogan

Ausbildungsförderung

„Mehr Chancen für alle“ – Das BUNDESAUSBILDUNGSFÖRDERUNGSGESETZ

Das Bundesausbildungsförderungsgesetz, kurz BAföG, unterstützt junge Frauen und Männer dabei, ihre Ausbildung an Schulen und Hochschulen zu absolvieren und gleichzeitig ihren Lebensunterhalt zu finanzieren. Seit 1971 wurden Millionen Jugendliche und junge Erwachsene gefördert und konnten so ihre ganz persönliche Erfolgsgeschichte schreiben. Mit dem 25. BAföG-Änderungsgesetz hat der Bund zum Jahr 2015 die volle Finanzierung der Geldleistungen nach dem BAföG übernommen und damit die Länder dauerhaft um rund 1,17 Milliarden Euro jährlich entlastet, um ihnen einen zusätzlichen Spielraum für die Bildungsfinanzierung, insbesondere für Hochschulen, zu eröffnen.

Änderungen zum Schuljahr 2016

Zu Beginn des Schuljahres 2016 steigen die Bedarfssätze um rund sieben Prozent. Auch die Einkommensfreibeträge werden um sieben Prozent angehoben. Der Wohnzuschlag für nicht bei den Eltern wohnende Studierende wird überproportional erhöht und liegt nun bei 250 Euro pro Monat. Maximal 450 Euro pro Monat können Geförderte hinzuverdienen, ohne die Ausbildungsförderung zu beeinträchtigen.

Außerdem wird eigenes Vermögen bis zu 7.500 Euro nicht auf das BAföG angerechnet.

Grundsätzliches:

 Ausbildungsförderung wird geleistet für den Besuch von

  1. weiterführenden allgemeinbildenden Schulen und Berufsfachschulen, einschließlich der Klassen aller Formen der beruflichen Grundbildung, ab Klasse 10 sowie von Fach- und Fachoberschulklassen, deren Besuch eine abgeschlossene Berufsausbildung nicht voraussetzt, wenn der Auszubildende
    - von der Wohnung der Eltern aus eine entsprechende zumutbare Ausbildungsstätte nicht erreichbar ist,
    - einen eigenen Haushalt führt und verheiratet oder in einer Lebenspartnerschaft verbunden ist oder war,
    - einen eigenen Haushalt führt und mit mindestens einem Kind zusammenlebt.

  2. Berufsfachschulklassen und Fachschulklassen, deren Besuch eine abgeschlossene Berufsausbildung nicht voraussetzt, sofern sie in einem zumindest zweijährigen Bildungsgang einen berufsqualifizierenden Abschluss vermitteln,

  3. Fach- und Fachoberschulklassen, deren Besuch eine abgeschlossene Berufsausbildung voraussetzt,

  4. Abendhauptschulen, Berufsaufbauschulen, Abendrealschulen, Abendgymnasien und Kollegs,

  5. Höheren Fachschulen und Akademien,

  6. Hochschulen
     

Der BAföG-Antrag ist schriftlich mit den entsprechenden Formblättern zu stellen. Ausbildungsförderung wird vom Beginn des Monats an gewährt, in dem die Ausbildung aufgenommen wird, frühestens jedoch von dem Zeitpunkt an, in dem der BAföG-Antrag gestellt wird.

Bei Beginn der Ausbildung darf das 30. Lebensjahr noch nicht vollendet sein.