Für einen lockeren Einstieg sorgte der sogenannte „Super-Hero-Pitch“. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer stellten Themen vor, die ihnen in der Jugendarbeit besonders wichtig sind, und überlegten, welche „Superkraft“ ihnen bei ihrer Arbeit helfen könnte. Dabei wurden bereits zahlreiche gemeinsame Anliegen sichtbar. Genannt wurden unter anderem geeignete Treffpunkte für Jugendliche, bessere Möglichkeiten der Jugendbeteiligung sowie die Prävention und der verantwortungsvolle Umgang mit digitalen Medien.
Anschließend gab Stefanie Sigl von der Kommunalen Jugendarbeit einen Überblick über die Aufgaben und Handlungsmöglichkeiten der Jugendbeauftragten. Diese vertreten auf kommunaler Ebene die Interessen von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen und bringen deren Perspektiven in die Arbeit der Gemeinden ein. Eine wichtige Voraussetzung dafür seien ein klares Aufgabenprofil und eine gute Vernetzung mit den örtlichen Vereinen, Schulen, Jugendgruppen und weiteren Ansprechpartnern.
Im fachlichen Austausch wurde zudem die Verantwortung der Gemeinden für die Jugendarbeit thematisiert. Nach Art. 30 des Gesetzes zur Ausführung der Sozialgesetze sollen die Kommunen im eigenen Wirkungskreis Angebote für junge Menschen schaffen. Dazu gehören neben der wichtigen Vereinsarbeit auch offene Angebote im Sinne des Kinder- und Jugendhilferechts. Ziel müsse es sein, langfristig geeignete Strukturen und Räume für Jugendliche zu entwickeln. Eine aktive Beteiligung junger Menschen stärke dabei nicht nur die jeweilige Kommune, sondern auch das demokratische Miteinander.
Martin Neumann, Geschäftsführer des Kreisjugendrings, stellte den Teilnehmerinnen und Teilnehmern zudem die Arbeit und die Unterstützungsangebote des Kreisjugendrings vor. In der anschließenden Diskussion ging es vor allem um die ersten Schritte im neuen Amt und die Frage, wie eigene Projekte vor Ort erfolgreich angestoßen werden können.
Nach einer Pause arbeiteten die Jugendbeauftragten ihre Ideen weiter aus. Im Mittelpunkt standen die Fragen, welche Themen sie in ihren Gemeinden voranbringen möchten, welche Zielgruppen angesprochen werden sollen und welche Partner für die Umsetzung benötigt werden. Zudem wurde gemeinsam beraten, wie aus einer ersten Idee ein konkretes Vorhaben entstehen kann.
Das Treffen diente zugleich dem Aufbau eines dauerhaften Netzwerks. Die Jugendbeauftragten tauschten ihre Kontaktdaten aus und signalisierten großes Interesse an gemeindeübergreifenden Projekten. Ergänzend zu den halbjährlichen Treffen auf Landkreisebene sollen künftig auch regionale Zusammenkünfte ermöglicht werden.
Zum Abschluss blickten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer gemeinsam auf die bevorstehende sechsjährige Amtszeit. Die Kommunale Jugendarbeit zog ein positives Fazit: Das erste Treffen habe gezeigt, dass zahlreiche Ideen, Engagement und die Bereitschaft zur Zusammenarbeit vorhanden seien. Mit einem starken Netzwerk und fachlicher Unterstützung seien gute Voraussetzungen für eine lebendige und zukunftsfähige Jugendarbeit im Landkreis geschaffen.
Vertreten waren die Gemeinden Altenstadt an der Waldnaab, Eschenbach, Eslarn, Flossenbürg, Kohlberg, Moosbach, Neustadt an der Waldnaab, Pleystein, Schlammersdorf, Schwarzenbach, Störnstein, Vohenstrauß und Windischeschenbach.
Das nächste landkreisweite Treffen der Jugendbeauftragten findet am Dienstag, 27. Oktober 2026, statt. Dazu ist ein Fachvortrag der Bayerischen Informationsstelle gegen Extremismus vorgesehen.

