Landkreis Neustadt a.d. Waldnaab Landkreis Neustadt a.d. Waldnaab

Regionalmanagement

Regionalmanagement im Landkreis Neustadt an der Waldnaab und in Bayern

Seit fast 20 Jahren tragen Regionalmanager als Motoren der Regionalentwicklung dazu bei, die Ziele der Landesentwicklung umzusetzen, regionale Potenziale zu entwickeln und den ländlichen Raum als Lebensraum und Wirtschaftsstandort zu stärken.

Das Regionalmanagement leistet durch den Aufbau regionaler fachübergreifender Netzwerke in den Landkreisen und kreisfreien Städten einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der regionalen Wettbewerbsfähigkeit. Diese Netzwerke sollen das vorhandene Potenzial in Regionen optimal nutzbar werden lassen und die eigenverantwortliche Entwicklung dieser Regionen nachhaltig stärken. Das Ziel besteht in der Kompensation der Schwächen sowie in der Verbesserung und im Ausbau der verfügbaren Stärken.

Regionalmanagement gestaltet, ausgehend von Handlungskonzepten und durch den Einsatz von Projektmanagern in der Region, sogenannten Regionalmanagern, die Entwicklung durch Projekt- und Netzwerkarbeit.

Der Einsatz eines Regionalmanagements basiert auf dem Freiwilligkeitsprinzip. Die Finanzierung der Regionalmanagements erfolgt durch die Regionen selbst sowie durch, sofern beantragt, die Fördermittelgeber. Die am Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie eingerichtete Servicestelle Bayern Regional berät die regionalen Initiativen auf ihrem Weg zu einer Förderung. Zusätzliche Unterstützung bieten die an allen Bezirksregierungen in den Sachgebieten Raumordnung, Landes- und Regionalplanung angesiedelten „Beauftragten für Regionalmanagement und Regionalinitiativen.

Kernaufgaben der Regionalmanagements:

  • Initiierung und Umsetzung regionaler Zukunftsprojekte
  • Erarbeitung und Umsetzung regionaler Entwicklungskonzepte
  • Bewusstseinsbildung zu regionalen Potentialen
  • Unterstützung bei Förderantragstellungen sowie eigene Förderanträge zu Projekten in der Region
  • Aufbau von Netzwerken
  • Initiierung und Steuerung von Entwicklungsprozessen

„Förderrichtlinie Regionalmanagement“ (FöRReg) von 2017 bis 2018

Die Regionalmanagements in Bayern werden zur querschnittsorientierten und fachübergreifenden Entwicklung der Regionen mit Fördermitteln für personelle und projektbezogene Ausgaben unterstützt. An dieser Förderperiode beteiligte sich der Landkreis Neustadt an der Waldnaab mit drei Projekten in den beiden Handlungsfeldern "Regionale Identität" und "Siedlungsentwicklung": Mit dem Markenbildungsprozess wurden die Vorzüge der Region als Lebens- und Wirtschaftsraum insbesondere gegenüber Fachkräften neu ins Licht gerückt. Eine Bedarfsanalyse für Fahrtwünsche der Landkreisbevölkerung hat Zielorte und neue Fahrtzeiten aufgezeigt. Um künftig eine flexible öffentliche Personenbeförderung zu ermöglichen, wurden die gewonnenen Ergebnisse in einem ÖPNV-Handlungskonzept zusammengefasst. Welche Vielfalt an Themen und regionalen Produkten im Landkreis zu genießen ist, ließ sich im zweimal jährlich erschienenen Regionalmagazin entdecken.

Die Umsetzung der Projekte begann im zweiten Halbjahr 2017. Zum Jahresende 2018 erfolgte die Fertigstellung. Zu 80 % wurden dabei die entstehenden Projektkosten durch das damalige Bayerische Staatsministerium der Finanzen, für Landesentwicklung und Heimat übernommen; jährlich wurden rund 100.000 Euro abgerufen.

Aktuelle Regionalmanagementförderung in Bayern: „Förderrichtlinie Landesentwicklung“ (FöRLa)

Diese Förderung für Regionalmanagements steht dem Landkreis Neustadt an der Waldnab ab dem Jahr 2019 offen. Fünf Handlungsfelder ermöglichen eine Projektförderung für verschiedene Themen. Diese werden zu 80 %, bei Kooperation mit anderen Gebietskörperschaften zu 90 % gefördert. Da der Landkreis Neustadt an der Waldnaab in Bayern zum Raum mit besonderem Handlungsbedarf zählt, sind jährlich bis zu 150.000 Euro Projekt- und Personalfördermittel möglich. Aktuell befindet sich die Region in Antragstellung. Die beantragten Projekte sowie die dafür eingeplanten Mittel werden momentan mit den Projektbeteiligten sowie den Fördermittelgebern, der Regierung der Oberpfalz sowie dem Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie, besprochen.