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Nordoberpfälzer Kinderschutzkonferenz

4. Nordoberpfälzer Kinderschutzkonferenz am 12.07.2017 in Weiden

Über 30 Akteure aus Beratungsstellen, Gesundheitswesen, Jugendhilfe, Justiz und Frühförderung befassten sich mit dem Thema "Kinderschutz - Wer versteht was darunter?". Bei der 4. Nordoberpfälzer Kinderschutzkonferenz ging es um präventiven und intervenierenden Kinderschutz - die beiden Pole zur Sicherung und dem Schutz des Kindeswohls.

Nach einer theoretischen Einführung und einem Fallbeispiel zu der Komplexität des Begriffs "Kinderschutz" stellten die Beratungsstelle für seelische Gesundheit, die Katholische Ehe-, Familien- und Lebensberatungsstelle sowie die Erziehungs-, Jugend- und Familienberatungsstelle ihre Arbeit vor.

Das Kennenlernen von Hilfsangeboten für Familien, aber auch die Darstellung der Möglichkeiten und Grenzen der Arbeit stand dabei im Vordergrund. Im weiteren Verlauf wurde die Kinderschutzarbeit im Gesundheitsbereich genauer beleuchtet. Kurt Weber, Chefarzt der gynäkologischen Abteilung des Krankenhauses Tirschenreuth, stellte die "Nahtstellenkonferenz" im Krankenhaus vor, die er initiierte, um einen früheren Zugang zu "Risikofamilien" zu schaffen. Ein multiprofessionelles Handeln sei dabei unerlässlich. Es sei aber schon schwierig, die entscheidenden Akteure für diese Vernetzungsarbeit zu gewinnen. Weber betonte, wie wichtig ein niederschwelliger Zugang für einen positiven Unterstützungsverlauf von belasteten Eltern ist.

Anne-Kathrin Fels, Psychologin der Kinderklinik Weiden, stellte zum Abschluss das Konzept und die Arbeitsweise der interdisziplinären Kinderschutzgruppe (KSG) an der Kinderklinik Weiden vor, die in den letzten Monaten entstanden ist. Kinderschutz gehöre grundsätzlich in den Verantwortungsbereich aller Institutionen und Fachpersonen, die beruflich mit Kindern zu tun haben. In Kinderkliniken gehört er zum Leistungsauftrag. Bei Verdacht auf Kindeswohlgefährdung erfolgt in einem interdisziplinären Team ein koordiniertes Vorgehen.

3. Nordoberpfälzer Kinderschutzkonferenz am 07.10.2015 in Tirschenreuth

Im Landratsamt Tirschenreuth trafen sich am 07.10.2015 auf Einladung der drei nordoberpfälzer Jugendämter viele Netzwerkpartner der KoKi zu der 3. Kinderschutzkonferenz der Region Nordoberpfalz.

Nach der Begrüßung durch Herrn Albert Müller, Leiter des Kreisjugendamtes Tirschenreuth, der den aufgrund der aktuellen Flüchtlingsthematik kurzfristig verhinderten Landrat Wolfgang Lippert vertrat, stellte im ersten Teil der Konferenz Frau Dr. Susanne Rinnert, ärztliche Leiterin des Sozialpädiatrischen Zentrums am Klinikum Weiden, die Arbeit am SPZ vor. Passend zum einjährigen Bestehen dieser Fachabteilung mit Fachsymposium und Tag der offenen Tür am 10.10.2015 in Weiden vermittelte sie eindrucksvoll, wie dringend notwendig und wichtig das SPZ für die adäquate Versorgung der Kinder und Jugendlichen in unserer Region ist. Die ausführliche Diagnostik durch ein interdisziplinär besetztes Team nimmt großen Raum ein. Die notwendigen Therapien oder die Anbindung der jungen Patienten an andere Fachstellen werden dann entsprechend eingeleitet.  

Im zweiten Teil der Veranstaltung wurde weiter an dem regionalen Netzwerk frühe Kindheit gestrickt. Der intensive Austausch brachte zum Ausdruck, dass es allen Netzwerkpartnern ein besonderes Anliegen ist, die Lebenssituation und das Aufwachsen von Kindern bestmöglich von Anfang an zu unterstützen. Die KoKi-Fachkräfte nehmen einige Arbeitsaufträge für die nächste Zeit mit.

Ein  Bericht über die 3. nordoberpfälzer Kinderschutzkonferenz ist auf der Homepage von OTV-Fernsehen zu finden: https://www.otv.de/mediathek/kategorie/die-nachrichten/video/3-nordoberpfaelzer-kinderschutzkonferenz/

"Der Neue Tag" berichtete am 09.10.2015 mit folgendem Artikel über die Kinderschutzkonferenz: Bericht über die 3. Kinderschutzkonferenz

2. Nordoberpfälzer Kinderschutzkonferenz am 08.10.2014 in Weiden

Am 08.10.2014 fand auf Einladung der KoKis der Nordoberpfalz in Weiden i.d. Opf. die 2. Nordoberpfälzer Kinderschutzkonferenz statt. Ca. 40 Fachkräfte aus dem Gesundheitswesen, der Jugendhilfe, der Justiz, der Politik, der Frühförderung und der Schwangerschaftsberatungsstellen haben sich gemäß dem Motto "Kinder sind uns allen wichtig" die Zeit für dieses Vernetzungstreffen genommen. 

Frau Isabella Gold, Leiterin des Referats Jugendpolitik und Jugendhilfe am Bayerischen Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration stellte in ihrem Referat "Kinderschutz braucht starke Netze! - Rahmenbedingungen für interdisziplinäre Kinderschutzarbeit" die Bedeutung und Notwendigkeit der fachübergreifenden Kooperationen heraus. ​​​​ 

Ein reger Austausch der Fachkräfte sowohl in der Pause als auch nach der Veranstaltung bestätigte, dass es wichtig ist, sich interdisziplinär zu vernetzen, Kontakte und Beziehungen zu knüpfen und sich im gemeinsamen Bemühen um ein gesundes Aufwachsen der Kinder gegenseitig zu unterstützen.

 

Text zum Bild: Marianne Fütterer (rechts) bedankt sich im Namen der KoKis aus der Nordoberpfalz bei Isabella Gold für Ihren Fachvortrag.

Der Neue Tag berichtete in der Ausgabe vom 10.10.2014 über die Kinderschutzkonferenz:  

http://www.oberpfalznetz.de/onetz/4341242-118-schutzschirm-ueber-junge-familien,1,0.html