Meldung vom 31.05.2017 08:39:12
Anton Beer-Walbrunn – ein musikalischer Geheimtipp

WalbrunnZu einem außergewöhnlichen Termin hatte Landrat Andreas Meier am 30.05.2017 in sein Dienstzimmer im Lobkowitzer Schloss eingeladen: Anton Beer-Walbrunn, ein vor 150 Jahren  in Kohlberg geborener Komponist und Musikpädagoge, war der Anlass dazu.
Bezirkstagsvizepräsident Lothar Höher, Pfarrer Martin Valeske und Karlheinz Meier vom Kunst- und Kulturverein Kohlberg e.V. waren gekommen, um diesen außergewöhnlichen Musiker aus dem Landkreis wieder ins Gedächtnis der Bevölkerung zu rufen.
1901 wurde Beer-Walbrunn als Lehrer für Harmonielehre, Komposition, Kontrapunkt und Klavier an die Akademie der Tonkunst in München berufen, ab 1905 unterrichtete dort auch der befreundete Max Reger.  1908 wurde Beer-Walbrunn schließlich zum Professor ernannt. Zahlreiche Musiker, zählten zu seinen Schülern, darunter Carl Orff.
„Es reicht nicht, Stücke auszuarbeiten, man muss diese auch bei Konzerten in die Bevölkerung bringen“, so Höher. Der Kunst- und Kulturverein Kohlberg mit seinem Vorsitzenden Martin Valeske hat  es sich daher zur Aufgabe gemacht, Teile seiner Werke aufzuführen. Wie bereits in den letzten  Jahren so sind auch heuer wieder am 4. und 5. November  2017 „Beer-Walbrunn-Tage“ in der St. Nikolauskirche in Kohlberg vorgesehen.
Höher betonte, dass sich der Bezirk Oberpfalz gerne berühmten Komponisten aus der Region zuwendet und die Aufführungen deren Werke finanziell unterstützt.
Landrat Andreas Meier ließ es sich nicht nehmen, dieses Vorhaben mit 1.000 € aus Mitteln der Kulturförderung des Landkreises zu unterstützen. Solche Konzerte seien es Wert, gefördert zu werden. Kultur trägt als fester Standortfaktor zur Lebensqualität in einem Landkreis bei. Landrat Andreas Meier wünschte den Veranstaltern auch, dass diese Spendenübergabe ein wenig dazu beiträgt, Werbung für die bevorstehenden „Beer-Walbrunn-Tage“ zu machen.
Gemeinsam mit der Kulturreferentin des Landkreises Neustadt a.d. Waldnaab, Frau Barbara Mädl, überreichte er symbolisch zwei 500 Euro-Scheine an die Organisatoren der Konzerte.

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